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Wendsche Kärmetze

Historie

Ein Vierteljahrtausend Kärmetze (im Jubiläumsjahr 2002)

Historisches zur "Wendschen Kärmetze" von Friedhelm Krause M.A.

Nur selten noch lässt sich ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen den heute als Volksfest gefeierten Kirmesveranstaltungen und den ursprünglichen jährlich wiederkehrenden Kirchweihfeiern herstellen.

Eine Ausnahme bildet die Wendsche Kärmetze, die sich seit 250 Jahren um das Anniversarium der Einweihung des Neubaus der Wendener Pfarrkirche St. Severinus entwickelt hat. Nach der Aufrichtung des Hoch- und Kreuzaltars wurde am 13. August 1752 die neue Kirche feierlich eingeweiht. Im darauffolgenden Jahr legte der damalige Kölner Weihbischof den Termin für das jährliche Kirchweihfest auf den Sonntag vor dem Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel fest.

Wie anderswo hat sich auch in Wenden am Sonntag des Kirchweihfestes ein Marktgeschehen um die Kirche herum entwickelt, bei dem sich die Bevölkerung mit allem Notwendigen versorgen konnte. Zum sogenannten Krammarkt gesellte sich später ein Viehmarkt, so dass in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts am Sonntag ein Kram-, am folgenden Montag ein Viehmarkt stattfand. Im Gegensatz zu anderen Märkten der Umgebung wuchs die Bedeutung des Wendener Viehmarktes, nicht zuletzt durch die seit 1841 eingeführte Prämiierung des vorgeführten Viehs. Ab 1855 wurden Kram- und Viehmarkt auf einen Tag, nämlich den dritten Dienstag im August zusammengelegt.

Nachdem zu Beginn der 1870er Jahre ein Marktplatz von der Gemeinde erworben worden war und der Landwirtschaftliche Lokalverein sofort nach seiner Gründung begonnen hatte, die Organisation der Tierschau in geordnete Bahnen zu lenken, nahm das Fest einen kontinuierlichen Aufschwung mit deutlichem Schwerpunkt auf dem Tierschaufest. Dessen Festordnung sah beispielsweise im Jahre 1913 vor, dass um 8.30 Uhr die Aufstellung der Tiere zur Prämiierung beginnen sollte, um 9.00 Uhr folgte die Wahl der Preisrichter. Für 9.30 Uhr war die Eröffnung der Generalversammlung der Lokalabteilung mit dem Vortrag des Zuchtinspektors Brüggemann über Schweinezucht im Sauerland vorgesehen. Prämiierung und Vorführung der mit Preisen versehenen Tiere plante man für 10.00 bzw. 11.30 Uhr. Der offizielle Teil des sog. "Vereinsfestes" sollte um 12.30 mit dem Festessen im Arensschen Festzelt abgeschlossen werden, das von einem Konzert der städtischen Kapelle aus Siegen begleitet werden sollte. Als Beginn des Festballs war 16.00 Uhr vorgesehen.

Während diese Festordnung über Jahre hinweg unverändert blieb, hat sich das Angebot der anschließenden Kirmes im Laufe der Zeit erheblich ausgeweitet. Neben den Warenhändlern, die zunächst das Kirmesgeschehen eindeutig dominierten, und den Bällen in den verschiedenen Gastwirtschaften gab es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erste Karussells, Schießbuden, daneben Komödianten, Drehorgelspieler, Glücksräder und billige Jakobs. Mit dem zunehmenden Angebot an Schaustellungen wuchs der Zuspruch der Besucher. Leider liegen für die frühe Zeit kaum Zahlen über den Kirmesbesuch vor. In den letzten Jahrzehnten stieg aber sowohl die Zahl der Marktbeschicker als auch die der Besucher. Die Attraktivität konnte bis zur Gegenwart von Jahr zu Jahr durch neue sensationelle Fahrgeschäfte erhöht werden, was sich in Hunderttausenden von Gästen aus nah und fern ausdrückt, die die "Wendsche Kärmetze" zum heute größten Volksfest Südwestfalens gemacht haben.

Autor: Friedhelm Krause M.A. 

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