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Wendsche Kärmetze

Wendsche Kärmetze verhalf zum Glück

Ich glaube, es war der 16.08.1960 als ich mich mit meinem Freund entschloß, nach Wenden auf das viel gepriesene Jahresereignis zu gehen. Gemeint war die Kirmes, genauer gesagt die Wendener Kirmes.

Wie gesagt, so getan, haben wir uns auf mein Motorrad geschwungen und sind nach Wenden gefahren, um mal zu schauen, was da denn so los ist. Vielleicht gibt es ja etwas abzustauben ohne genau zu wissen, was damit gemeint war. Ich, oder besser gesagt wir, fuhren von Thieringhausen nach Wenden.

Ich stellte meine Maschine in Möllmicke ab, das schien mir sicherer, weil mein Schwager aus Möllmicke kommt und die Mutter dort wohnte. Ich hatte noch mehrere Bekannte in Möllmicke, obwohl ich aus Thieringhausen komme und bis dahin Vorbehalte gegen das Wendsche Land hatte.

Ich und mein Freund, wagten uns also den Elberscheid zu überqueren und ins Zentrum des Wendschen Landes zu fahren. Ich stellte mein Motorrad ab, entledigte mich des Helms und anderer Sachen und begab mich mit meinem Freund einigermaßen hergerichtet auf die Kirmes.

Vorsichtig tasteten wir uns nach vorne von Möllmicke in Richtung Zentrum Wenden. In Höhe der Kreuzung, wo es links nach Schönau und rechts nach Hünsborn geht, stand die Achterbahn oder eine andere Kirmesattraktion. So genau kann ich mich heute nicht mehr daran erinnern. Viele Besucher der Kirmes bewegten sich ebenfalls in diese Richtung.

Außerdem gab es Bierstände, Würstchenbuden, Losbuden, Süßwarenbuden und ferner wurde der übliche Kirmeskram geboten.

All' dieses haben wir mit Interesse, aber nicht überschwenglich, zu Kenntnis genommen. Wer denkt denn schon an den Kauf z.B. einer Pfanne, wenn man gerade erst um die zwanzig Jahre alt ist.

Nachdem wir so dahin schlenderten, lenkte ich meine Aufmerksamkeit auf zwei junge Mädchen, die unmittelbar vor uns hergingen, um sich wie mein Freund und ich zu orientieren. Nach einigem taxieren sagte ich, die gefallen mir, die sprechen wir an. Mein Freund, schüchtern wie er nun mal war, zögerte, er hatte überhaupt keine Vorstellung, wie er das anstellen sollte.

Ich ergriff die Initiative und wir näherten uns den zwei Mädchen, bis wir auf gleicher Höhe waren.

Angesprochen und eingeladen zum Eis oder Getränk und zum Karussell fahren oder Achterbahn war, nachdem von den Beiden Interesse signalisiert wurde, ein Kinderspiel. Wer bist du? Wo kommst Du her? Und schon war die erste Hürde genommen. Der Abend war gerettet. Es wurde ausführlich die Wendsche Kirmes genossen bis in die frühen Morgenstunden. Dann ging es um das nach Hause fahren. Es stellte sich heraus, dass die Mädchen in Heid wohnten. Ich aber hatte überhaupt keine Ahnung wo Heid liegt. Rote Mühle ja, aber Heid??

Da wir feucht fröhlich gefeiert hatten, kam eine Motorradfahrt nicht mehr in Frage. Die Mädels zu Fuß gehen zu lassen, war gegen unsere Prinzipien zumal ich für mich beschlossen hatte, dass das keine Mädchen für nur einen Abend seien. Ich wollte die, auf die ein Auge geworfen hatte, unbedingt wiedersehen.

Also, die ohnehin knappe Kasse wurde sortiert und ein Taxi bestellt. Auf ging es nach Heid, was mir wie gesagt, bis dahin völlig fremd war.

In Heid angekommen, flüsterten die beiden Mädchen ein schüchternes Danke und schon waren sie Verschwunden. Ich hatte kaum Gelegenheit, eine Verabredung für die nächste Woche zu erfragen. Es klappte denn aber doch und die Verabredung wurde nicht verwehrt.

Eine Woche später setzte ich mich aufs Motorrad und fuhr in Richtung Held in froher Erwartung, meine "Neue" zu einer Spazierfahrt einzuladen.

Ich hielt vor dem Haus Ihrer Eltern zur verabredeten Zeit. Aber wer nicht aus dem Haus kam war Sie, meine Angebetete. Statt dessen kam eine kleine Göre, die ich nicht kannte und die mir sagte, meine Schwester hat Zahnschmerzen und kann nicht kommen.

Ich war enttäuscht, bin davon gefahren, aber mit dem Vorsatz, das macht die mit mir nicht, das ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang.

Und so kam es denn auch. Wir freundeten uns an, woraus dann Liebe wurde, die dann im Mai 1963 im Hafen der Ehe startete.

Heute sind wir 39 Jahre glücklich verheiratet und aus der Ehe sind zwei Kinder hervorgegangen - Ingo und Tanja.

Leider hat mein Freund hat es nicht so gut angetroffen wie ich. Seine Freundschaft mit dem Mädchen dauerte nicht sehr lange.

Heute kann ich sagen, in Anbetracht meiner Vorbehalte gegen das Wendsche Land, war es damals eine gute Idee, auf die Wendsche Kärmetze zu gehen Sonst wäre ich vielleicht meiner heutigen Frau und Mutter unserer beiden Kinder nie begegnet.

Das wäre bedauerlich.

Autor: Erhard Gipperich 

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