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Thema Energie – Gemeinde Wenden geht neue Wege

 

Teilnahme der Gemeinde Wenden am „European Energy Award©“

 

 

Mit dem Thema „Energie“ wird heutzutage jeder fast täglich in irgendeiner Form konfrontiert.

 

Effiziente Nutzung von Energie, erneuerbare Energie, CO²–Ausstoß sind Themenbereiche, die täglich in den Nachrichten aufgegriffen werden.

Steigende Preise für Heizöl, Gas, Strom, Wasser und Kraftstoffe haben Auswirkungen auf alle Bürgerinnen und Bürger.

Und der sich abzeichnende Klimawandel geht auch an den heimischen Kommunen nicht vorbei.

 

Als seinerzeit einzige Kommune im hiesigen Raum und eine von mittlerweile über 100 europaweit, hat sich die Gemeinde Wenden bereits im Jahre 2005 entschlossen, an dem vom Wirtschaftsministerium unterstützten und mit Mitteln der EU geförderten „European Energy Award©“ (abgekürzt = EEA©) teilzunehmen.

 

Hierbei handelt es sich um die Einführung eines Qualitätsmanagements in der kommunalen Energiepolitik.

Mit dem „European Energy Award©“ werden Maßnahmen erarbeitet, initiiert und umgesetzt, die dazu beitragen, dass erneuerbare Energieträger vermehrt genutzt und nicht erneuerbare Ressourcen effizient eingesetzt werden. Dies ist nicht nur energiepolitisch sinnvoll, sondern spart auch langfristig Kosten, die wiederum für andere Aktivitäten eingesetzt werden können.

 

In der Sitzung des Gemeinderates im September 2007 wurde die verbindliche Einführung und Umsetzung eines sogenannten „Politischen Arbeitsprogramms“, welches im Rahmen des EEA© erarbeitet wurde, beschlossen.

 

Hierbei handelt es sich nicht nur um Maßnahmen, die von der Gemeindeverwaltung umgesetzt werden sollen, sondern auch die Bürger der Gemeinde sollen aktiv in diesen über mehrere Jahre laufenden Prozess eingebunden werden.

 

Eine Maßnahme des „Energiepolitischen Arbeitsprogramm“ ist die von der Gemeindeverwaltung organisierte Durchführung sogenannter Thermographieaktionen für die Bürger der Gemeinde.

Hierbei werden Gebäudeaußenhüllen mit einer speziellen Wärmebildkamera untersucht, um „Wärmelecks“ zu orten.

 

An den bislang in den Jahren 2007 und 2008 durchgeführten Aktionen haben rund 150 Gebäudeeigentümer teilgenommen.

Für eine Kommune  mit der Größe der Gemeinde Wenden stellt dies einen überdurchschnittlichen Wert von teilnehmenden Gebäudebesitzern dar und zeigt, dass bei Bürgerinnen und Bürgern großes Interesse am Thema Energie und an Möglichkeiten zur Einsparung von  Energie besteht.

Aus diesem Grunde wird auch im kommenden Winterhalbjahr 2009/2010 eine kostengünstige thermographische Untersuchung der Gebäude angeboten.

 

Die Kosten der von der Gemeinde initiierten Thermographieuntersuchung werden als Sammelauftrag 150 Euro pro Gebäude betragen und sind somit um ein vielfaches niedriger ausgefallen, als bei einer Einzelbeauftragung durch den jeweiligen Hauseigentümer.

Gegen Aufpreis wird ebenfalls die Erstellung eines Energieausweises nach Verbrauch oder Bedarf angeboten.

 

Durchgeführt wird die Thermographieaktion vom Ingenieurbüro B.Q.S. aus Iserlohn.

 

 

Mit erweiterten Internetangeboten zum „Thema Energie“ bietet die Gemeinde Wenden ihren Bürgerinnen und Bürgern auf ihrer Homepage einen Service an, der in der Folgezeit immer weiter ausgebaut werden soll.

Hier werden Hinweise zur Einsparung von Energie, Tipps und Hinweise auf andere Internetseiten und weitere Veröffentlichungen zum „Thema Energie“, aber auch Hinweise auf Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.

 

Für Anregungen und Tipps zum Inhalt der Seiten ist die Gemeinde Wenden jederzeit dankbar.

 

Damit die Gemeinde selbst auch ihre Energiekosten im Blick hat und entsprechende Maßnahmen zur Energieeinsparung treffen kann, wurde zu Beginn des Jahres 2007 der Fachbereich Gebäude und Liegenschaften neu eingerichtet.

Hier werden alle im Zusammenhang mit  den gemeindlichen Gebäuden und Grundstücken anfallenden Arbeiten  zentral bearbeitet und alle Verbrauchsdaten erfasst und ausgewertet.

Der erste „Energiebericht“ mit konkreten Zahlen zum Verbrauch der gemeindlichen Liegenschaften wurde den zuständigen parlamentarischen Gremien im Februar 2008 vorgestellt.

 

Auch vor der Einführung des Gebäudemanagements hat die Gemeinde bereits viele Maßnahmen zum effizienten Umgang mit Energie umgesetzt.

Beispielhaft seien hier genannt:

 

- an allen Schulen wurden die Heizungsanlagen ausgetauscht oder auf den neuesten Stand der Technik gebracht

- die „Gebäudeleittechnik“, die die zentrale Steuerung und Auswertung aller Anlagen von einem einzigen Arbeitsplatz aus ermöglicht, wurde eingeführt

- Wärmedämmmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden wurden durchgeführt

-veraltete Fenster wurden gegen solche mit hohem Dämmschutz ausgetauscht

- in einigen Schulen und zur Zeit aktuell im Rathaus wurden die üblicherweise verwendeten Lichtschalter gegen Bewegungsmelder mit Lichtsensoren ausgetauscht, damit Beleuchtungskörper nur dann brennen, wenn dies auch wirklich notwendig ist

 

Zur Zeit (=Ende 2009) sind folgende Maßnahmen im Zusammenhang mit der Teilnahme der Gemeinde am „European Energy Award©“ in Planung bzw. befinden sich bereits in der Umsetzungsphase:

 

-          Verpachtung gemeindeeigener Dächer zur Installation von Photovoltaikanlagen durch Dritte

-          Erarbeitung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für die gesamte Gemeinde Wenden

-          Einführung eines Bonusmodells zum energieeffizienten Bauen in der Gemeinde Wenden

-          Thermographieaktion 2009/2010

 

 

Projektleiter des „European Energy Award©“ und somit auch Ansprechpartner zum Thema „Energie“ ist bei der Gemeinde Herr Andreas Niklas, Fachdienst Gebäude und Liegenschaften, erreichbar unter der Telefonnummer 02762/406-609 oder per Mail an: a.niklas@wenden.de



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