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Klimaschutzkonzept der Gemeinde Wenden
Bereits seit den 90-er Jahren ist die Gemeinde Wenden im Klimaschutz aktiv. Seinerzeit wurden erste Aktivitäten durch die Erstellung eines kommunalen Energiekonzeptes initiiert.
Im Laufe der folgenden Jahre wurden aufbauend auf diesem Energiekonzept zahlreiche Maßnahmen umgesetzt.
So wurden in allen öffentlichen Gebäuden die Heizungsanlagen erneuert, alte Fenster und Verglasungen der Treppenhäuser gegen wärmedämmende Fenster getauscht sowie eine zentrale Gebäudeleittechnik zur Steuerung und Überwachung der Heizungsanlagen aller Gebäude installiert.
Im Jahre 2005 hat der Rat der Gemeinde Wenden beschlossen, an dem mit Mitteln der EU geförderten „European Energy Award©“ teilzunehmen.
In diesem Zusammenhang wurde Anfang 2007 der Fachbereich „Gebäude und Liegenschaften“ mit zentraler Verwaltung aller gemeindeeigenen Liegenschaften eingerichtet.
Im Rahmen des „European Energy Award©“ wurde ein „Energiepolitisches Arbeitsprogramm“ erarbeitet, das vom Rat der Gemeinde in seiner Sitzung am 18.09.2007 als verbindliche Grundlage für zukünftig umzusetzende Maßnahmen verabschiedet wurde.
Auf Grundlage des energiepolitischen Arbeitsprogramms hat der Rat der Gemeinde Wenden in seiner Sitzung am 10.04.2009 die Verwaltung mit der Erstellung eines „Integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK) für die Gemeinde Wenden beauftragt.
Im Rahmen dieses Klimaschutzkonzeptes soll ein für den Bereich der Gemeinde Wenden umsetzbares, zusätzliches Maßnahmenprogramm mit Handlungsempfehlungen entwickelt werden.
Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Maßnahmen wird es erforderlich sein, lokal relevante Akteure in den Prozess zur Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes einzubinden und zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zu motivieren.
Zu diesem Zweck wird ein aus Mitgliedern der Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Energieversorgern zu gründender Beirat die Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzeptes begleiten.
Das geplante Klimaschutzkonzept wird an Hand folgender Gliederung erarbeitet:
- Bauen und Wohnen
- Stromsparen
- Energieumwandlung
- Verkehr
- Übergreifende Maßnahmen
Da ein Großteil der im Klimaschutzkonzept entwickelten Maßnahmen außerhalb des direkten Einflussbereiches der Gemeinde umzusetzen sind, soll neben der direkten Ansprache relevanter Akteure ein themen – u. branchenspezifisches Netzwerk mit Einbindung weiterer Akteure gegründet werden.
Die Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzeptes sowie die Umsetzung des Maßnahmenkatalogs wird durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit den Einwohnern der Gemeinde bekannt gemacht.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie der Projektträger Jülich fördern die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKSK Wenden) unter dem Förderkennzeichen 03KS0433 im Rahmen der Mitte 2008 gestarteten „Nationalen Klimaschutzinitiative" im Zeitraum vom 01.10.2009 bis zum 31.03.2011.
Auftragnehmer ist die Ingenieurgesellschaft Gertec aus Essen.
Teilkonzept „Sanierung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Wenden mittels LED-Leuchten“
Im Bestand der Straßenbeleuchtung der Gemeinde Wenden befindet sich noch eine Vielzahl von Leuchten bestückt mit Quecksilberdampflampen. Unter der Zielsetzung von Energiekosteneinsparung und Senkung der CO² Produktion und unter Berücksichtigung des ab 2015 geltenden Verbots von Quecksilberdampflampen wird die Gemeinde Wenden in den kommenden Jahren diese Leuchten gegen Leuchten mit hocheffizienten Leuchtmitteln austauschen. Es kann damit eine wesentliche Leistungsreduzierung bei verbesserter Beleuchtungsstärke erreicht werden.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie der Projektträger Jülich fördern die „Sanierung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Wenden mittels LED-Leuchten“ im Rahmen der Klimaschutzinitiative unter dem Förderkennzeichen 03KS1852 als Teilkonzept des Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde Wenden.
In folgenden Straßen wird die vorhandene Beleuchtung gegen LED ausgetauscht:
Wendebachstraße (tlw.), Krewetstraße, Kampstraße, Stemmicker Weg, Drosselweg, Ringstraße, Thunestraße, Pirolweg, Zur Dipplinge (tlw.), Schwalbenweg.
Die Straßenbeleuchtung in den genannten Anliegerstraßen lässt sich unter Berücksichtigung der bewilligten Fördersumme bereits heute wirtschaftlich auf die LED-Technik umrüsten.
Die Gesamtkosten dieser Maßnahme betragen 27.000,- Euro, die Zuwendung beträgt 10.800,- Euro.
Die Maßnahme wird im Januar 2012 abgeschlossen sein.