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Museum (Besucherhaus) feierlich eröffnet
Interssante Ausstellungen
Wendener Hütte erlebt erste Trauung
(Von Monika Löcken)
Wendenerhütte: Am 12. August war es endlich so weit. Das neue Besucherhaus an der Wendener Hütte war fertig gestellt, die Dauerausstellung aufgebaut und die Grünanlagen rund um den Neubau hergerichtet.
Der Neubau fügt sich nun harmonisch in das gesamte Ensemble der Hütte ein. Errichtet an der Stelle der alten Faktorei, die auf der ehemaligen Parkplatzeinfahrt gestanden hatte, bedeutete die Bebauung keinen Eingriff in die historische Substanz, sondern das Gebäudeensemble der Eisenhütte erhielt dadurch wieder sein altes Aussehen zurück. Der Museumsneubau nahm das Aussehen und die Dimensionen der alten Faktorei auf und wurde durch einen gläsernen Gebäudeteil mit dem benachbarten ehemaligen Dampfkesselhaus verbunden. So konnten im Gewölbekeller des Dampfkesselhauses zusätzlicher Raum für die Cafeteria und im Obergeschoss zusätzlicher Ausstellungsraum geschaffen werden.
Für die Verwirklichung dieses lange angestrebten Planes hatte sich der Museumsverein Wendener Hütte kompetente Hilfe aus nah und fern herbei geholt. So war der Wendener Architekt Josef Theile seit dem Beginn der konkreten Planungen mit der architektonischen Umsetzung beauftragt.
Die Dauerausstellung wurde auf der Grundlage der wissenschaftlichen Konzeption ? erstellt durch die Museumsleitung ? von der Dortmunder Firma bildwerk umgesetzt.
Die Gemeinde Wenden war durch die sachkundige und tatkräftige Hilfe des Bauamtes (Dipl-Ing. Rainer Klappert), des Bauhofes (Bauhofleiter Rüdiger Brune und seine Mannen) und auch des Schul- und Kulturamtes (Frau Dorothea Hennen) an der Verwirklichung des Museumsbaus beteiligt.
Buntes Rahmenprogramm und viel Sonnenschein!
Bei strahlendem Wetter konnte das Eröffnungsfest beginnen, welches aus einer festlichen Eröffnungsfeier und einem ganztägigen Handwerkermarkt bestand. Die musikalische Begleitung des Festprogramms wurde durch das Ensemble ?Feinblech? unter Leitung von Rupert Wurm gestaltet. Der Bürgermeister der Gemeinde Wenden, Peter Brüser, übernahm die Aufgabe, die mehr als 300 Festgäste zu begrüßen. Grußworte sprachen der Landesdirektor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Wolfgang Kirsch, Landrat Frank Beckehoff, der Vorsitzende des Fördervereins, Karl Heinz Kaufmann und die Museumsleiterin Monika Löcken. Den Festvortrag hielt Dr. Peter Ellerbrock vom Westfälischen Wirtschaftsarchiv in Dortmund. Das Festprogramm endete mit einer Führung durch das neue Museum.
Parallel dazu fand auf dem gesamten Hüttengelände ein bunter, vielfältiger Handwerkermarkt statt, an dem sich befreundete Museen und Institutionen beteiligten. Teilnehmer waren: der Krenzer Hammer aus Ennepetal, das Bauernhofmuseum aus Reichshof/Eckenhagen, das Technikmuseum Freudenberg, der Kupferstecher Benno Zöllner, das Südsauerlandmuseum mit einer Zinngussvorführung, das Stickereimuseum Oberhundem, der Förderverein Industriekultur Ennepetal, der Heimatverein Grevenbrück mit Seilerei und Glasgravur, eine Filmvorführung erfolgte durch Andreas Rimkus, ?ideenkunst?, das Aus- und Weiterbildungszentrum Bau Kreuztal zeigte historische Schreinerkunst und die Firma Mineralien Schupp, Idar-Oberstein, bot die schönen Begleiter der Erze an. Im Hammerwerk der Hütte konnte das Schmieden unter dem Wasserhammer bestaunt werden.
Durch das Programm führte die deutsche Edelsteinkönigin Caroline Schmäler. Den Beginn des Marktes gestaltete der Frauenchor ?Pro Musica? aus Gerlingen, der auch das Mittagessen musikalisch begleitete. Über den gesamten Nachmittag verteilt wurden Vorführungen und Auftritte angeboten. So zog die Märchenerzählerin Petra Griese die jungen Besucher in ihren Bann und die ?Freunde der Sayner Hütte? aus Bendorf boten szenische Aufführungen aus dem Leben der Hüttenmeisterin Charlotte Althaus und der Arbeiterfrau Margarete Schwarz. Das Fest klang aus mit einem Vortrag des Gospelchors ?Sky?.
Seit der Eröffnung werden zwei Wechselausstellungen an der Hütte gezeigt. Im Besucherhaus wird noch bis zum 31. Oktober eine Ausstellung zum Design der 1930er bis 1950er Jahre gezeigt. Die Ausstellung trägt den Titel "Harald Buchrucker und seine Metallwerkstatt (1931-1985). Metallkunst der Moderne ? handgeschmiedet ? aus der Sammlung Wermert-Stascheit". Gezeigt werden über 300 Exponate der Werkstatt von Harald Buchrucker, die 1931 in Ludwigsburg in Baden-Württemberg gegründet wurde und bis 1985 bestand. Die Ausstellung konzentriert sich dabei auf die ersten 20 Jahre dieser bekannten und erfolgreichen kunsthandwerklichen Werkstätte, in denen die heute nahezu verloren gegangene Technik des Metallschmiedens bzw. Metalltreibens im Vordergrund stand.
Eine Kunstinstallation mit dem Titel Schwebender Stahl - Sitzender Stahl der Lindlarer Künstlerin Ira Hanusch wird am Hochofen gezeigt. Sie zeigt einen ganz anderen Umgang mit dem schweren Werkstoff Metall. Die Mobiles und Skulpturen, die auf der Gicht und über dem Masselbett gezeigt werden, wirken leicht und schwerelos und wurden speziell für die Situation im Eisenhüttenwerk Wendener Hütte kreiert. Auch diese Installation ist bis zum 31.10.2007 zu sehen. Beide Wechselausstellungen werden durch Publikationen begleitet, die im Museum erhältlich sind.
Durch den Museumsneubau kann das Museum Wendener Hütte erstmalig auch im Winter geöffnet bleiben. Das technische Kulturdenkmal steht den Besuchern dann auf Anfrage offen, während das Museum zu den üblichen Zeiten, täglich, außer montags von 15-18:00 Uhr, besichtigt werden kann. Das Konzept, im Museum regelmäßig wechselnde Ausstellungen zu zeigen, soll auch in Zukunft weitergeführt werden.
Wendener Hütte erlebt erste Trauung:
Es überschlagen sich förmlich die Ereignisse. Nach der feierlichen Eröffnung des Museumsgebäude gaben sich am Freitag, 7. September 2007, Kathrin Gerull und Maik Niklas im Gewölbekeller das Ja-Wort. Als Standesbeamter fungierte Bürgermeister Peter Brüser. Der historische Gewölbekeller wurde zuvor als zusätzliches Trauzimmer für das Standesamt Wenden bestimmt. 
In der entsprechenden Bekanntmachung hierzu heißt es:
?Hiermit wird öffentlich bekannt gemacht, dass der historische Gewölbekeller, der dem Besucherzentrum der Wendener Hütte angeschlossen ist, als zusätzliches Trauzimmer des Standesamts Wenden für Zwecke der Eheschließung bestimmt wird.
Im Gewölbekeller der Wendener Hütte finden zukünftig Eheschließungen am ersten Freitag eines jeden Monats von 9.00 Uhr
bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr sowie an den darauf folgenden Samstagen von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr statt.
Die jeweilige Uhrzeit an disen Trauungstagen ist mit dem Standesbeamten des Standesamtes Wenden abzustimmen.
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