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17.12.2020

Digitales Gesundheitsforum Wenden (DiGeFo) geht an den Start

Wer krank ist, braucht eines sicher nicht: stundenlang in einem überfüllten Wartezimmer zu sitzen. Und gerade in Zeiten der Corona-Pandemie meiden viele und gerade ältere Menschen den Gang in die Praxis – aus Sorge, sich dort anzustecken. Zurecht! Sollte ein Hausbesuch nicht unbedingt notwendig sein, aber doch ein persönliches Gespräch vom Patienten oder Arzt als sinnvoll erachtet werden, kann dies auch per „Videosprechstunde“ geschehen.

Digitales Gesundheitsforum Wenden (DiGeFo)

Die Idee der Videosprechstunde ist zwar nicht neu, doch mit dem „Digitalen Gesundheitsforum Wenden (DiGeFo) gehen die Verantwortlichen – die Gemeinde Wenden und Hausärzte der Kommune – gleich mehrere Schritte weiter. Ziel des Projektes ist es einerseits, mit Hilfe der Digitalisierung in ländlichen Räumen wie der Gemeinde Wenden einen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Daseinsvorsorge zu leisten. Pilotcharakter hat allerdings die Bündelung der Online-Angebote aller teilnehmenden Praxen auf der Homepage der Gemeinde Wenden (www.digefo.de)

„Damit machen wir das Angebot an Videosprechstunden und zusätzlichen Online-Terminvergaben auf einen Blick für jedermann zugänglich“, sagt Bürgermeister Bernd Clemens. „Im ersten Zug gehen wir mit einem Teil der Wendener Arztpraxen an den Start, Ziel ist es aber, so schnell wie möglich alle weiteren Hausärztinnen und -ärzte in das Projekt zu integrieren. Ein weiterer Ansatz des DiGeFo ist, ältere, oder Menschen mit Behinderungen bei der Vergabe von Online-Terminen und/oder Videosprechstunden zu unterstützen.

„Hier können wir uns vorstellen, die Kollegen der Ehrenamtsinitiative AGIL Wenden mit ins Boot zu holen“, sagt Nicole Williams von der Gemeinde. Ein wünschenswertes Ziel wäre weiterhin, dass durch die Einführung in die Onlinedienste die Menschen in die Lage versetzt werden könnten, die Computerdienste selbsttätig zu steuern, so Williams.

Der „analoge“ Patient wird nicht vergessen

Den Projektträgern ist jedoch wichtig, dass der „analoge“ Patient dabei nicht aus den Augen verloren wird. Die Arzt-Patienten-Kommunikation wird durch das zusätzliche Online-Angebot vielfältiger und flexibler, denn mit einer Videosprechstunde lässt sich der organisatorische Aufwand für den Patienten, das betreuende Personal und auch den Arzt enorm reduzieren. Man ist sich aber einig, dass eine Videosprechstunde den persönlichen Kontakt zum Patienten nie ganz ersetzen kann.

Seniorenwohnheime können profitieren

Dass auch Seniorenheime von der DiGeFo profitieren können, liegt auf der Hand, denn die Corona-Beschränkungen belasten die Arbeit und das dortige Leben schwer. Lange Zeiten ohne Besuch von den Angehörigen, keine gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben stellen eine enorme seelische Belastung für die Bewohner dar. Mit dem zugrundeliegenden Software-Tool wäre es möglich, eine „Besuchersprechstunde“ zur Verfügung zu stellen, wo Angehörige online einen Termin buchen können, um gerade in diesen schwierigen Zeiten den Kontakt zu halten.

Mehr als ein Buchungs-Tool

„Die DiGeFo stellt für alle am Prozess Beteiligten mehr als ein reines Buchungs- Tool dar“, ist sich Bürgermeister Bernd Clemens sicher. „Ziel ist es, attraktive Strukturen zu schaffen, bereits bestehende Angebote zur Gesundheitsvorsoge auszubauen und bekanntzumachen und mit möglichst vielen Akteuren aus der Gesundheitsbranche in Austausch zu treten – für die physische und psychische Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wenden.“

Kontakt

Nicole Williams
Hauptstraße 75
57482 Wenden
Telefon:02762/406-513
Telefax:02762/406 99 -513
E-Mail:E-Mail schreiben