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Vorbereitungen auf eine mögliche Energiemangellage

Der moderne Alltag ist ohne elektrischen Strom nicht denkbar. In Deutschland verfügen wir über eine sehr stabile Stromversorgung mit verschiedenen Sicherheits- und Rückfallmechanismen. Einen längerfristigen und flächendeckenden Stromausfall halten Fachleute deshalb für sehr unwahrscheinlich.

Der russische Angriff auf die Ukraine hat allerdings vielen Menschen die Themen Versorgungssicherheit und Vorsorge ins Bewusstsein gerufen.

Dieses neue Bewusstsein ist gut, weil…

-          ein Versorgungsengpass oder gar eine Katastrophe durch vielerlei Faktoren ausgelöst werden kann (z.B. auch Unwetter, Cyberangriffe oder Sabotage)   

-          viele Menschen nicht mehr wissen, wie sie darauf richtig reagieren können

-          die Warnsysteme in Deutschland ausgebaut sowie getestet werden.

Was tut der Kreis Olpe? Was tun die Städte und Gemeinden?

Auch wenn ein flächendeckender Stromausfall sehr unwahrscheinlich ist, bereiten sich der Kreis Olpe und seine sieben Städte und Gemeinden darauf vor. Damit folgen sie einem Erlass des Landes NRW aus Juli 2022. Bereits seit Monaten pflegen Verwaltungen, Polizei sowie Fachleute der Wasser- und Energieversorger dazu einen engen Austausch.

Das Ziel ist, im Ernstfall die Lage so gut wie möglich zu bewältigen und die Folgen gering zu halten. Am wichtigsten ist dabei, Leben und Gesundheit von Menschen zu schützen. Dafür wurden u.a. Notfall-Anlaufstellen für die Bevölkerung geplant.

Auch im Bereich der Gemeinde Wenden wurden die Planungen hierzu aufgenommen und folgende Stellen als Notfallinfopunkte festgelegt:

1.            Rathaus Wenden, Hauptstraße 75

2.            Feuerwehrgerätehaus Gerlingen, Biebergstraße 1

3.            Feuerwehrgerätehaus Hillmicke, Birkenweg 35

4.            Grundschule Rothemühle, Rinscheidstraße 12

5.            Feuerwehrgerätehaus Hünsborn, Steimelstraße 17

6.            Musikschule Schönau, Geschwister-Scholl-Straße 36

7.            Ehem. Grundschule Ottfingen, Von-Galen-Straße 12

Wozu dienen die Notfall-Anlaufstellen – und wozu nicht?

Die Notfall-Anlaufstellen ersetzen bei einem flächendeckenden Stromausfall den Notruf über die 110 und 112. An den Notfall-Anlaufstellen können Sie dann lebensbedrohliche Erkrankungen und Verletzungen oder Straftaten melden.

Die Notfall-Anlaufstellen sind rund um die Uhr besetzt und per Funk mit der Leitstelle verbunden. Meldungen können so schnell weitergegeben werden, auch ohne Strom.

Außerdem bekommen Sie an den Notfall-Anlaufstellen wichtige Informationen zur Lage.

Die Notfall-Anlaufstellen sind aber:

-          keine Lebensmittelausgabe. Sie erhalten dort weder Getränke noch Essen.

-          keine Aufenthaltsräume. Sie können sich dort nur für die Dauer des Notrufs aufhalten.

-          keine Wärmestuben. Falls Ihre Kommune Wärmestuben einrichtet, finden Sie diese separat in der Übersicht.

Wichtige Gedanken zur Vorsorge


„Haben wir genug Essen und Getränke für einige Tage im Haus, wenn alle Läden geschlossen sind?“ „Was ist mit den Medikamenten für Opas Diabetes, wenn alle Apotheken geschlossen sind?“   

Ein Stromausfall legt das normale Leben weitgehend lahm. Aber auch Unwetter und viele andere Ursachen können den Alltag erheblich erschweren und Gewohnheiten wie den Wocheneinkauf unmöglich machen.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Vorsorge zu treffen, bevor eine Notsituation eintritt. Denken Sie dabei nicht nur an sich selbst, sondern an alle Menschen, für die Sie verantwortlich sind: Kinder, pflegebedürftige Angehörige, aber auch an Ihre Nutz- und Haustiere. Vergessen Sie auch Menschen in Ihrem Umfeld nicht, z.B. hilfsbedürftige Personen in Ihrer Nachbarschaft.

Leitfäden zur Vorsorge finden Sie z.B. auf:

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/vorsorge_node.html (auch auf Englisch, in Leichter Sprache und Gebärdensprache)

https://www.besserbereit.ruhr/ (auch auf Englisch, Arabisch, Türkisch, Russisch und in Leichter Sprache)

Dort sind einfache Schritte beschrieben, die jeder tun kann und jeder tun sollte.

Denn: Wenn im Katastrophenfall alle gleichzeitig nach Hilfe rufen, wird das System zusammenbrechen. Je besser jeder einzelne von uns sich selbst helfen kann, desto ruhiger bleibt die Lage und desto besser kommen alle durch.


Dankeschön

Dank gilt den internen und externen Mitarbeitenden im Krisenstab des Kreises sowie in den Stäben der Städte und Gemeinden für ihren großen Einsatz.

Dank gilt auch den unzähligen Ehrenamtlichen der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen DRK, Malteser, DLRG und THW, die im Notfall bereitstehen.

Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die einfache Vorsorgemaßnahmen treffen und Ruhe und Zuversicht bewahren. Damit tragen Sie entscheidend zur Sicherheit aller bei!