Unter dem Titel „Frustration im Alltag – Über den Anspruch und Wirklichkeit der Hospizarbeit“ stand jetzt ein Fachtag in Paderborn ganz im Zeichen der Herausforderungen und Anforderungen in der Hospiz- und Palliativarbeit. Auch Palliativfachkräfte der Caritas-Stationen sowie Camino-Koordinatorinnen nahmen an der Veranstaltung teil.
Der Mittelpunkt des Fachtages war der Vortrag von Martina Kern, Leiterin von ALPHA Rheinland und Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Unter dem Titel „Frustration im Alltag – Über den Anspruch und Wirklichkeit der Hospizarbeit“ widmete sie sich mit ihrer besonderen Art und Weise einem Thema, das viele hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierte in der täglichen Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen beschäftigt.
Die Hospiz- und Palliativarbeit ist geprägt von dem Wunsch, Menschen in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich zu begleiten, ihre individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen und ihnen mit Würde und Menschlichkeit zu begegnen. Gleichzeitig treffen diese hohen Ansprüche im Alltag immer wieder auf persönliche, organisatorische und strukturelle Grenzen. Der Umgang mit diesem Spannungsfeld bildete den thematischen Schwerpunkt des Fachtages.
Ein besonderes Highlight war die Begleitung durch den WDR: Nina Fecker, hauptberufliche Mitarbeiterin von Camino Attendorn, erhielt die Gelegenheit, im WDR-Radio live über ihre Tätigkeit zu berichten. In ihrer täglichen Arbeit steht insbesondere das Zusammenspiel zwischen hauptberuflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Der Radiobeitrag bot eine wertvolle Gelegenheit, die Bedeutung dieser Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit näherzubringen.
Neben dem Fachvortrag stand die Mitgliederversammlung der DiAG Hospiz AG auf dem Programm. Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden Gelegenheit, sich mit aktuellen Fragestellungen auseinanderzusetzen, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven für die tägliche Arbeit zu gewinnen.
Caterina Breuer Chipili, Camino-Verantwortliche für den Kreis Olpe, zieht ein positives Fazit: „Solche Fachtage sind eine wertvolle Gelegenheit, den eigenen Arbeitsalltag zu reflektieren, voneinander zu lernen und neue Impulse für unsere Arbeit mitzunehmen. Mein besonderer Dank gilt Frank Decker von Camino Attendorn, der diesen Tag mit großem Engagement und viel Herzblut hervorragend organisiert hat.“
Der Fachtag machte deutlich, wie wichtig fachlicher Austausch, gegenseitige Unterstützung und eine offene Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Hospiz- und Palliativarbeit sind.