Spürbarer Baustellenverkehr
Für die Errichtung des Windparks sind insgesamt rund 6.500 Lkw-Transporte erforderlich. Das Transportaufkommen verteilt sich über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten. Den größten Anteil machen Schotterlieferungen aus: Zwischen Juli und Dezember 2026 werden rund 120.000 Tonnen Schotter zu den Baustellen gebracht. Hinzu kommen Betontransporte, Lieferungen von Baustoffen und Baugeräten sowie Schwertransporte für die großen Anlagenkomponenten bis ins Jahr 2027. Dadurch wird es in den kommenden Monaten zeitweise zu erhöhtem Verkehrsaufkommen kommen, insbesondere entlang der Zufahrtsstrecken.
Maßnahmen zur Begrenzung der Auswirkungen
Um die Belastungen so gering wie möglich zu halten, wird ein aufwändiges Logistikkonzept umgesetzt. Die Transporte werden auf mehrere geeignete Routen verteilt, für viele Schotterfahrten gilt ein Einbahnstraßenprinzip. Die Betontransporte werden im Zeitraum November 2026 bis Februar 2027 an genau sieben Tagen stattfinden. Ziel ist es, Verkehrsspitzen zu vermeiden und den Verkehrsfluss möglichst gleichmäßig zu halten.
Der Zeitplan sieht den Baubeginn im dritten Quartal 2026 vor. Bis zum Jahresende werden die Wege- und Kranstellflächen an allen Standorten hergestellt, parallel dazu entsteht die Kabeltrasse von den Windenergieanlagen zum Umspannwerk in Rüblinghausen (nördlich des Autobahnparkplatzen „Mark“ gelegen). Vom Spätherbst bis in den Winter 2026/27 werden die Fundamente gebaut. Anschließend folgen die Errichtung der Türme und des Umspannwerks. Ab dem dritten Quartal 2027 werden die Windenergieanlagen komplett aufgebaut. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2027 geplant.
Beitrag für Umwelt, Versorgung und Preise
Der Ausbau der Windenergie ist eine wichtige Voraussetzung für eine sichere, klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung. Der Windpark Olpe leistet dazu einen Beitrag und ist zugleich eine langfristige Investition in die Energiezukunft der Region. Gleichzeitig werden die Bauarbeiten und insbesondere die Transporte für die Menschen vor Ort spürbar sein.
Bürgerbeteiligung startet im Frühjahr 2027
Einwohnende der Städte Olpe und Drolshagen sowie der Gemeinden Wenden und Reichshof können sich finanziell über Nachrangdarlehen am Windpark beteiligen. Eine Beteiligung wird ab 500 Euro möglich sein. Die Abwicklung erfolgt vollständig digital über eine Online-Plattform. Der Start der Bürgerbeteiligung ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Über die konkreten Modalitäten wird Gelsenwasser rechtzeitig informieren.
Die wichtigsten Informationen zum Windpark Olpe
Der Windpark umfasst sieben Windenergieanlagen des Typs Vestas V172-7.2 auf dem Gebiet der Städte Olpe und Drolshagen sowie der Gemeinde Wenden. Die Anlagen verfügen über eine Nabenhöhe von 175 Metern, einen Rotordurchmesser von 172 Metern und erreichen eine Gesamthöhe von 261 Metern. Mit einer Leistung von jeweils 7,2 Megawatt kommt der Windpark auf eine Gesamtleistung von 50,4 Megawatt. Die jährliche Stromerzeugung von rund 150 Millionen Kilowattstunden entspricht dem bilanziellen Stromverbrauch von etwa 40.000 Drei-Personen-Haushalten. Rechnerisch können damit doppelt so viele Menschen mit erneuerbarer Energie versorgt werden, wie in Olpe, Drolshagen und Wenden zusammen leben.
Weitere Infos zum Thema gibt es hier auf der Gelsenwasser-Homepage: www.gelsenwasser.de/thewww.gelsenwasser.de/themen/windpark-olpemen/windpark-olpe