Versiegelte Flächen sind ein oft unterschätztes Problem: Wo früher Boden Regenwasser aufnehmen, filtern und speichern konnte, befinden sich heute Pflaster, Beton oder Asphalt. Das Wasser kann dort nicht versickern, sondern läuft oberflächlich ab oder staut sich – mit Folgen für Keller, Straßen und die lokale Wasserversorgung. Gleichzeitig gehen Lebensräume für Insekten und Pflanzen verloren, und versiegelte Flächen heizen sich insbesondere in heißen Sommern stark auf. Die Entsiegelung solcher Flächen – also das Entfernen undurchlässiger Beläge und die Wiederherstellung natürlicher Bodenflächen – ist deshalb ein wirksamer und unmittelbar umsetzbarer Beitrag zum Klimaschutz.
Genau hier setzt der bundesweite Wettbewerb „Abpflastern“ an. Von Ende März bis Ende Oktober können Privatpersonen, Vereine, Schulen, Unternehmen und weitere Interessierte ihre entsiegelten Flächen auf der Plattform abpflastern.de
registrieren. Das Prinzip ist einfach: Pflaster entfernen, Fläche entsiegeln, Vorher-Nachher-Fotos hochladen – und damit Teil einer wachsenden Bewegung werden, die Quadratmeter für Quadratmeter mehr Versickerungsfläche und Lebensraum für Insekten in die Kommunen zurückbringt.
Wer beim Abpflastern Pflaster- oder Natursteine übrig hat und diese nicht selbst weiterverwenden kann, hat die Möglichkeit, das Material nach vorheriger Anmeldung bei der Gemeinde abzugeben. Angenommen werden ausschließlich Pflastersteine und Natursteine. Asphalt sowie Steine mit Stahleinlagen oder anderen Materialien, die einer Wiederverwendung entgegenstehen, können nicht angenommen werden. Die Anlieferung ist nur nach vorheriger Abstimmung und ausdrücklicher Freigabe durch die Gemeinde möglich.
Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Klimaschutzmanagement der Gemeinde Wenden unter:
Bild: Pexels_Budget-Bizar