Als Starkregen bezeichnet man sehr hohe Niederschlagsmengen, die innerhalb kurzer Zeit fallen. Solche Regenereignisse treten häufig plötzlich und nur lokal begrenzt auf und sind daher nur schwer vorherzusagen. Starkregen kann überall auftreten – auch fernab von Flüssen oder Seen – und führt oft innerhalb kurzer Zeit zu Überflutungen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Starkregen (z. B. Warnstufe „Orange“), wenn
- mindestens 15 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde oder
- mindestens 20 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von sechs Stunden erwartet werden.
Dabei sind auch noch deutlich höhere Regenmengen möglich.
Bei Starkregen können Kanalisation, Böden und versiegelte Flächen das Wasser nicht mehr ausreichend aufnehmen. Das Regenwasser fließt dann häufig mit hoher Geschwindigkeit über Straßen, Wege und geneigte Flächen. Mulden und Senken füllen sich rasch mit Wasser, Bäche und Flüsse können innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen und umliegende Bereiche überfluten.
Die Folgen können erhebliche Schäden verursachen: Regenwasser und Schlamm können Wohn- und Gewerbegebäude, Verkehrswege und technische Infrastruktur beeinträchtigen. Besonders betroffen sind häufig Fahrzeuge, Möbel und Hausrat, aber auch die Gebäudesubstanz selbst kann Schaden nehmen. Solche Ereignisse können sich innerhalb kurzer Zeit wiederholen.